Liberalisierung und Untergrundliteratur

Die 70er Jahre sind nach dem Machtswechsel von Walter Ulbricht zu Erich Honecker anfangs durch eine Phase der Liberalisierung der DDR Literatur gekennzeichnet: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Regierung der SED und der DDR wurden wieder möglich. Diese Phase der DDR Literatur fand jedoch ein jähes Ende, als Wolf Biermann 1976 nach einem Auftritt in Westdeutschland die Rückreise in die DDR verweigert wurde. Über 70 Schrifsteller der DDR Literatur portestierten gegen Biermanns Ausweisung, worauf die SED mit harten Sanktionen wie Repressionen, Hausarrest du Publikationsverbot reagierte. Infolgedessen verließen über 100 Schriftsteller die DDR.
Die Autoren der DDR Literatur die blieben, gingen zum großen Teil in den Untergrund. Die Untergrundliteratur bildete sich als subversive Gruppe in Wiederstand gegen die DDR Literatur, die noch regimegetreu agierte. Sie schrieben gegen die SED und die staatlichen Sanktionen an, bewusst in einer kodierten Sprache, die die Staatssicherheit nicht verstehen konnte.

Autoren: Stefan Döring, Uwe Kolbe, Detlef Opitz, Ulrich Ziegler