DDR Literatur

„Das Beste an der DDR war der Traum, den wir von ihr hatten.”

(Hermann Kant)

Da die DDR ein kommunistischer Staat war, war auch die Literaturszene zentralistisch organisiert. Die Aufgabe, die der DDR Literatur zukommen sollte, war zum einen die gesellschaftlichen Veränderungen zu beschreiben und zum anderen diese aktiv mitzugestalten. Man kann also von einer regelrechten Literaturpolitik sprechen.
Ab den 60er Jahren wurde die DDR Literatur auch in Westdeutschland als eigenständige Literatur anerkannt, die zwar nicht durch eine eigene Sprache, aber aufgrund einer eigenen Thematik, die Lebensrealität der DDR, gekennzeichnet war. Die anfänglichen Unterschiede zwischen der west- und der ostdeutschen Literatur nahmen gegen Ende der DDR 1990 immer stärker ab.
Chronologisch lässt sich die DDR Literatur in vier Phasen einteilen, die Aufbauliteratur der Anfänge, die Bitterfelder Weg und der Sozialistsiche Realismus in den 50er, die Ankunftsliteratur der 60er Jahre, die Liberalisierung und die Untergrundliteratur der 70er und 80er Jahre.

  1. Avatar for Tanja Brouwers Tanja Brouwers

    Sonntag, Oktober 3, 2010 - 18:32:27

    “Chronologisch lässt sich die DDR Literatur in vier Phasen einteilen, die Aufbauliteratur der Anfänge, die Bitterfelder Weg und der Sozialistsiche Realismus in den 50er, die Ankunftsliteratur der 60er Jahre, die Liberalisierung und die Untergrundliteratur der 70er und 80er Jahre.”

    Schade, schade, dass die “DDR-Literatur” mittlerweile schon als so unwichtig geschichtlich “konserviert” betrachtet wird, dass sie bereits mit literaturhistorischen Schlagworten und “Deckelchen” versehen wird! Ist sie als solche, mit dem Tag der (rechtlichen) Einheit, tatsächlich schon gestorben? Und was ist mit dem kritischen Geist der ‘überlebenden’ Ost-Autoren? Gibt es für deren heute veröffentlichte Literatur bereits ein weiteres Schlagwort, wie “Post-DDR-Literatur”, oder “Literatur der Nachwehen”, “Literatur über den Trümmerhaufen”? “You name it” ;-)

  2. Avatar for Christian Christian

    Donnerstag, April 14, 2011 - 19:31:20

    “Schade, schade, dass die “DDR-Literatur” mittlerweile schon als so unwichtig geschichtlich “konserviert” betrachtet wird”

    Ich bin ganz deiner Meinung. Ich bin ein großer Fan der DDR-Literatur und wäre froh wenn diese nicht so schnell in Vergessenheit geraten würde.

    Einige meiner Lieblingbücher, die ich allen Interessierten empfehlen möchte:

    Günter de Bruyn - „Ein schwarzer abgrundtiefer See“
    Franz Fühmann - „Zweiundzwanzig Tage oder Die Hälfte des Lebens“
    Peter Hacks - „Die Sorgen und die Macht“ (1960)

    Das sind nur einige, ich könnte die Liste noch ewig fortführen. Ein Blick in diese Bücher lohnt sich.

    Christian R. aus München
    Webmaster, <a href=”http://www.forex-einstieg.de/”>Forex</a>-Einstieg.de

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