Bitterfelder Weg und Sozialer Realismus
Die DDR Literatur wurde von zwei literarischen Konzepten grundlegend geprägt, zum einen war das der Bitterfelder Weg, zum anderen der Soziale Realismus.
Der so genannte Bitterfelder Weg wurde von der SED initiiert und sollte Literaten bzw. Künstler und Arbeiter näher zusammenbringen. Indem man die Akteure der DDR Literatur in die Betriebe schickte, und die Arbeiter, in den Industrieanlagen dazu aufforderte selbst kreativ zu werden, erhoffte man sich eine Angleichung der bestehenden Verhältnisse. Da jedoch die Autoren der DDR Literatur wenig Interesse daran hatten, sich in den Fabriken aktiv zu betätigen und auch die Arbeiter nicht zum Schreiben animiert werden konnten, musste der Bitterfelder Weg bald als fehlgeschlagen akzeptiert werden.
Der Soziale Realismus hingegen wurde nicht von einer bestimmten Partei in die DDR Literatur integriert, sondern entwickelte sich in Eigendynamik. Er galt jedoch als offizielle kunsttheorie in der DDR Literatu, dessen primäre Funktion wie bereits aus der Aufbauliteratur bekannt, die Massenerziehung war. Die DDR Literatur im Gedanken des Sozialen Realismus musste entsprechenden Kriterien genügen um publiziert zu werden. Die DDR Literatur des Sozialen Realismus musste einen ideologisch determinierten Inhalt haben, die marxistischen Parteilichkeit zur Schau stellen, sie musste vorbildlich, volkstümlich und allgemein verständlich sein und der Held drufte ausschließlich positive Motive verfolgen.
Autoren: Heiner Müller, Friedrich Wolf, Erich Loest
- natwich29, Mär, 2010 Literaturgeschichte DDR
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